Rezeptvorschlag: thailändisches Hühnchen-Curry mit Kokossoße

Viele Marktstände verkaufen Chillies - Wolfgang Reuter
Viele Marktstände verkaufen Chillies - Wolfgang Reuter
Chillies sind ein wichtiger Bestandteil der Thai-Küche. Im Süden des Landes werden Gerichte gerne mit Kokosmilch zubereitet. Sie mildert die Schärfe.

Die thailändische Küche gilt als eine der besten und interessantesten der Welt - zu Recht. Die Gerichte sind scharf, aber häufig auch fruchtig bis säuerlich. Gemüse dominiert gegenüber Fleisch. Das Gemüse wird nur kurz gegart, damit es bissfest ist und nicht weich gekocht. Ohne Reis und Chillies geht in der Thai-Küche fast nichts. Curry-Gerichte sind ebenfalls weit verbreitet. Das hier vorgeschlagene Rezept ist typisch für den Süden Thailands. Die Schärfe der Chillies (von manchen auch als Gaumen-Terroristen bezeichnet) und Gewürze wird umrahmt von dem süßen und fruchtigen Geschmack der Kokosnussmilch.

Hühnchen-Curry mit Kokossoße , was wir benötigen (für vier Personen)

  • eine Hühnerbrust (Filet)
  • 2-3 Esslöffel Öl (die Thais verwenden gerne Erdnussöl, auch Sonnenblumenöl ist geeignet)
  • ein Stück Ingwer (ca. 3-4 cm)
  • 1-2 Chilli-Schoten
  • eine Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • Fischsauce (nam pla)
  • Soja-Sauce
  • Curcuma (gibt dem Curry-Gericht seine typische Farbe)
  • Koriander (als Pulver oder gemörserte Körner)
  • Curry (Den Curry am besten nicht im Supermarkt oder Discounter kaufen, sondern im Asia-Laden. Es gibt eine Vielfalt von Currrys, z.B. für Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichte. Er kann mild, scharf oder auch sehr scharf sein. Es gibt ihn als Pulver oder, speziell in der Thai-Küche, als Paste. Das Farbspektrum reicht von grün über gelb bis rot. Da kann eine gute Beratung nicht schaden.)
  • ein viertel Liter Hühner-Fond (aus dem Glas oder selbst gemacht)
  • 1 Esslöffel Zucker
  • Zitronengras (frisch aus dem Asia-Laden oder als getrocknetes Pulver)
  • einige Stängel frischen Koriander
  • Gemüse (je nach Vorliebe z.B. Möhren, Blumenkohl, Erbsen)
  • einige Frühlingszwiebeln
  • eine Dose Kokosmilch

als Beilage: weißen Basmati- oder Vollkornreis

Anmerkung:

Zu den verwendeten Gewürzen werden in der Regel keine Mengenangaben gemacht. Grund: Die Geschmäcker und Vorlieben sind verschieden. Was manche als scharf empfinden, bezeichnen andere nicht einmal als würzig.

Tipp: Sich heranwürzen! Es wird eine Vielzahl von Gewürzen verwendet, die miteinander harmonieren sollen. Deshalb: zunächst mit kleinen Mengen würzen - abschmecken - nachwürzen - abschmecken … bis das Gericht die richtige Würze, Schärfe und Harmonie erreicht.

Die Zubereitung: Jetzt geht’s los

  • die Hühnerbrust in mundgerechte Streifen schneiden und scharf aber kurz in Öl anbraten (ca. 4 Min.), herausnehmen und in einem Gefäß mit Deckel aufbewahren
  • die klein geschnittene Zwiebel, die Chillischoten (die Kerne entfernen, sie sind die eigentlichen Schärfebringer), den Knoblauch und Ingwer in das Öl geben, glasig werden lassen und bei reduzierter Hitze schmoren lassen
  • das klein geschnittene Gemüse und evtl. das geputzte und in Stücke zerkleinerte Zitronengras hinzufügen und ebenfalls mitschmoren, zuletzt die zerkleinerten Frühlingszwiebeln
  • mit dem Hühner-Fond und der Kokosmilch ablöschen, den Löffel Zucker zugeben
  • mit der Fisch- und Sojasoße und den Gewürzen abschmecken
  • wenn das Aroma rund ist die Streifen der Hühnerbrust zugeben und noch etwa 2 Minuten ziehen lassen
  • zwischenzeitlich den Reis je nach Hinweis auf der Packung zubereiten
  • den Reis auf Tellern portionieren und mit dem Curry servieren, mit den kleingezupften Korianderblättern garnieren

Genießen!

Andere Varianten dieses Curry-Gerichts

Das Hühnchen-Curry mit Kokos-Soße kann alternativ auch als Rindfleisch-, Fisch- oder Gemüse-Curry zubereitet werden.

  • Rindfleisch-Curry: Am besten geeignet ist Hüftbraten (ca. 300-400 Gramm). Die Anbrat-Phase ist etwas länger als bei der Hühnerbrust, ansonsten alles wie oben.
  • Fisch-Curry: Geeignet sind weiße Fische wie Seelachs oder Rotbarsch (Filet). Der Fisch wird nicht angebraten, sondern gesäuert (Zitronensaft). In der fertigen Soße einige Minuten ziehen lassen.
  • Gemüse-Curry: Zubereitung wie oben, nur ohne angebratenes Fleisch und zugegebenen Fisch.

Wolfgang Reuter - Textkontor - Texte, die gelesen werden Wolfgang Reuter ist studierter Sozialwissenschaftler und Historiker. Nach 15 Jahren in der ...

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